Rudorf Steiner

”Die Richtkräfte müssen aus dem imaginativen Erkennen kommen”
(Rudolf Steiner)

Vor allem in den beiden letzten Lebens-jahren Steiners entstanden über 1000 Wandtafelzeichnungen.


[Rudolf Steiner: 1911]
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[Rudolf Steiner:
Der Menschenwirbel (Denken, Fühlen,
Wollen), 9.10.1921]
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Die im spontanen Gestus hingeworfenen, als bildhafte Erklärungen dienenden Kreidekonfigurationen steht in engem Kontext mit Steiners Vorträgen.

In über 5000 Auftritten erläuterte er seine Weltanschauung – nach dem Zeugnis von Christian Morgenstern ein grosser sinnlicher und geistiger Genuss.

Wenn Steiner in seinen frei vorgetragenen, lediglich aufgrund von Notaten gehaltenen Ausführungen zu begrifflich schwer zu fassenden Phänomenen vorstiess, griff er häufig zu den bereitgelegten farbigen Kreiden, um seine Gedanken auf die 1 m x 1,5 m grossen schwarzen Pappen zu illuminieren, die über die Tafel gespannt wurden.

Diese wurden anschliessend fixiert und aufbewahrt – erst 1992 wurden sie in einer kleinen Auswahl bekannt.

In den 120 Tafeln unserer Ausstellung wird Steiners Weltbild unmittelbar visuell erfahrbar. Es umfasst die Bereiche von Kunst und Wissenschaft, die soziale Frage, Medizin und Pädagogik, Tanz und Architektur, Landwirtschaft und Ernährung, die Erforschung des Mineralischen wie der Pflanzenwelt, der Seele und des Kosmos.

Die fast vollständig vorliegende Gesamtausgabe der Wandtafelzeichnungen in 28 Bänden steckt nicht nur gleichsam das immense geistige Spektrum Steiners ab, sondern erlaubt einen vorurteilslosen, neuen Einstieg in eine Art ”intuitives Denken”.

[Rudolf Steiner:
Der Goetheanum-Baugedanke, 1.1.1924]
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  © R. Steiner Nachlassverwaltung, Dornach